2008 - Rund um die Müritz
Am 14. Mai 2008 konnte Postillion Werner Herrig das Posthorn zur Abfahrt unserer Postkutsche rund um die Müritz in Plau am See blasen. Es hatten sich noch ausreichend Mitreisende für diese interessante Fahrt angemeldet. Sogar ein Ehepaar aus Dänemark war dabei. Die Pferde und die Kutsche waren per Lkw zum Start in Mecklenburg-Vorpommern und die Passagiere mit dem Begleitbus, der wieder vom Autohaus Kuhn & Witte in Jesteburg kostenlos zur Verfügung gestellt worden war, gebracht worden.
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Fee und Nobel, die beiden Alt-Oldenburger, haben treu und brav bei dieser Tour jeden Tag ihre Dienste geleistet.
Die erste Etappe führte über Alt-Schwerin nach Malchow. Dort klappte die Unterbringung für die Menschen und Pferde diesmal. 2006 mußte die Planung dieser Fahrt abgebrochen werden, weil es vor Ort nur für die Pferde Quartier gab. Am 15. Mai legten wir in gewohnt gemächlichem Tempo durch herrliche Landschaft 46 km zurück. Zwischenstation konnten wir in der größten Feldsteinscheune Deutschlands in Bollewick machen. Unterwegs gab es wie üblich Picknick auf einem Rastplatz mit Gebüsch.
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Es gibt ja bekanntlich kein unpassendes Wetter, sondern nur unpassende Kleidung. Die auf der Kutsche befindlichen Regenschirme mußten am dritten Tag ganz schnell aufgespannt werden. Eine gute Stunde hat uns Petrus von oben erfrischt, bevor wir unser Hotel "Am Rheinsberger Schloßpark" erreicht haben. Vorher hatten wir auf der Kutsche noch einen "Mitfahrer". Es war ein Maikäfer, der sich eine gelbe Kappe mit unserem Vereinswappen als Landeplatz ausgesucht hatte. Als der Regen nachgelassen hatte, konnten wir auch den Schloßpark erwandern.
Für Autofahrer sind Umleitungen selten erfreulich, aber meistens ohne großen Zeitaufwand zu überwinden. Bei der Kutschfahrt bedeuten 10 km Umweg leicht einmal 2 Stunden mehr. Wir hatten Glück, daß die Bauarbeiter schon Wochenende gemacht hatten. So konnte unser fotografierender Marketender Torsten Schmanns die Absperrung über eine fast fertige Brücke beiseite räumen und unser Zeitplan geriet nicht durcheinander. Der Hinweis auf "Fremdenverkehrsamt" ließ neugierige Fragen verstummen.
Da wir die letzte Strecke durch den Nationalpark Müritz vorher nicht mit dem Auto erkunden konnten, sind wir aufgrund der erteilten positiven Auskunft des Nationalparkamtes anhand der wenig aussagekräftigen Karten zur letzten Etappe von Mirow nach Waren losgefahren. Es gab zwar einen Weg, aber auch viel weichen Sand. Deshalb mußten die braven Pferde Erleichterung haben. Etwa 8 km durften die Fahrgäste selbst die Strecke abschreiten. In der Erinnerung bleiben solche Begebenheiten dann besonders haften. Einen schönen Abschluß der "Translangsam-Tour" bildete am Montag, dem 19. Mai, die Müritzrundfahrt mit dem Schiff von Waren aus. Alle Teilnehmer haben hinterher von unserem neuen Freund Kjeld Salling aus Dänemark einen (fast) professionellen DVD-Film und von Torsten eine DVD mit vielen Fotos zum Anschauen erhalten.
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Verein Postkutsche Lüneburger Heide e.V. 




