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2004 - In 10 Tagen von Klecken nach Flensburg


Wenn man erzählt, daß wir in 10 Tagen mit der Postkutsche etwa 350 km von Klecken in der Nordheide bis zur deutsch/dänischen Grenze bei Flensburg gefahren sind, so gibt es manch- mal ein mitleidiges Lächeln oder Fragen wie diese:

Warum macht Ihr das?
Ist das nicht langweilig?
Wie ist es bei schlechtem Wetter?
Gibt es keine Rückenbeschwerden?

Begleiten Sie uns einmal kurz auf Bildern bei dieser "modernen" Abenteuerreise!


Für die Pferde Hans und Rosa gibt es einen Eimer mit Leckereien von der Lüneburger Heideland Touristik GmbH


Fritz Danker bläst zur Abfahrt bei DAT OLE FÖSTERHUUS in Klecken


In gleichbleibendem Schritttempo ziehen die Kaltblüter die historische Postkutsche voran.


Bei jeder Rast versorgt der Postillion Werner Herrig zuerst immer seine Pferde.


Für die Fahrgäste bereitete der Marketender Uwe Bitzer an einem geeigneten Ort (möglichst mit Gebüsch) das Picknick vor.


Im Winsener Schloß ist das Tor für die Postkutsche offen. Es ist zwar eng, aber es reicht gerade für die Durchfahrt.


Vom Bürgermeister in Winsen gab es Siegel, Sekt und "Schmiergeld".


Nicht nur Natur, sondern auch moderne Errungenschaften, wie das KKW in Krümmel, konnten wir aus unserer höheren Position betrachten.


Bis auf wenige Autofahrer, die uns nicht sofort überholen konnten, löste unser Anblick bei den meisten Menschen freudiges Lächeln und Winken aus. Besonders erfreut zeigten sich aber stets die Pferde auf den Weiden.


Im Verlauf der 10-tägigen Fahrt, für die der Landrat des Kreises Harburg, Herr Axel Gedaschko, die Schirmherrschaft übernommen hatte, gab es auf der mitgeführten großen Begleiturkunde mit Stempel und Unterschrift "Permission zur Durchfahrt ohne Zoll, Wegesteuer (das alte Wort für Maut) oder sonstige Abgaben" noch in folgenden Orten:


Rosengarten


Büchen


Mölln


Lütau


Lübeck


Ratzeburg


Malente


Eutin


Kühren


Plön


Oeversee


Flensburg


In Schleswig erwartete der Bürgermeister Thorsten Dahl uns und eine zur gleichen Zeit eingetroffene Abordnung des Heider Marktfriedens in Wikinger-Tracht. Das Schwert wurde nicht gezogen. Vielleicht half uns der Begleitschutz von fünf Reitern.


Petrus, oder wer immer dafür zuständig sein mag, gebührt ein besonderer Dank; denn während der gesamten Fahrt gab es nur eine halbe Stunde Regen.

Besonders von den 8 Außensitzen der Kutsche aus konnte man die herrliche Landschaft in gemächlichem Tempo in aller Ruhe genießen. Schleswig-Holstein hatte zu unserem Empfang ein gelbes Kleid angelegt. Überall standen die Rapsfelder und der Löwenzahn auf den Wiesen in voller Blüte.






Ohne irgendwelche Schwierigkeiten konnten wir den Nord-Ostsee-Kanal in Sehestedt über- queren. Hans und Rosa waren auch hier treu und brav und behielten kaltes Blut.





Während der Fahrt und abends (bei passender Gelegenheit) wurde kräftig gesungen und gelacht. So wurde die Tour selbst für achtzigjährige Damen nicht zur Qual, sondern zu einem nachhaltigen freudigen Erlebnis.








Bedanken müssen wir uns bei der Firma Kuhn & Witte in Jesteburg, die uns wieder einen Kleinbus als Begleitfahrzeug und für den Rücktransport der Gäste kostenlos zur Verfügung gestellt hat.
Nachdem alle mitgeholfen hatten, die Postkutsche an der deutsch-dänischen Grenze zu verladen, ließ Petrus den bis dahin zurückgehaltenen Regen niederfallen.
Zusammenfassend läßt sich wieder einmal sagen:

Dat wör tau schön!!


Verein Postkutsche Lüneburger Heide e.V., E-Mail